Naturgarten gestalten: So fördern Sie Artenvielfalt im Garten
Die Schweiz als Vorreiter des Naturgartens
Die Schweiz nimmt im Bereich Naturgarten und naturnahes Gärtnern eine Vorreiterrolle ein. Gemeinden fördern grüne Infrastruktur, Biodiversität und den Schutz heimischer Arten. Viele Prinzipien des Konzepts sind aus der praktischen Erfahrung schwiizerischer Gärtner entstanden. Grosse Projekte wie der Irchelpark in Zürich zeugen von der langen Tradition naturnaher Gartenplanung in der Eidgenossenschaft. Auch Privatpersonen und Unternehmen erkennen zunehmend den Wert eines Gartens, der ökologisch funktioniert und sich harmonisch in Landschaft und Standort einfügt. Diese Entwicklung schafft neue Lebensräume und stärkt die Vielfalt in Siedlungsgebieten.
Als Experten für Innengestaltung und Gartenbau im Raum Zürich legen wir bei all unseren Projekten grossen Wert auf nachhaltige und ökologisch wertvolle Gartengestaltung. Die Privatgärtner planen und gestalten Gärten für Hotels und Restaurants, Liegenschaften sowie öffentliche Anlagen, aber auch private Gartenbesitzer. Gerne wollen wir unseren Erfahrungsschatz aus der täglichen Arbeit mit Ihnen teilen. Denn wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen in den Genuss eines Naturgartens kommen und gleichzeitig durch dieses engere Zusammenleben mit der Natur ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Schweiz geleistet werden kann. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Naturgarten nachhaltig gestalten.
Deshalb ist es eine gute Idee, einen Naturgarten anzulegen
Ein Naturgarten bietet Lebensräume für viele Arten. Wildpflanzen liefern Nahrung für Insekten wie Bienen, Libellen, Wanzen und Schmetterlinge. Sträucher und Hecken bieten Vögeln und Nagern Schutz und Nistplätze. Gleichzeitig profitieren Menschen von einem Garten, der sich verändert, blüht, summt und Ruhe ausstrahlt. Die Nähe zur Natur wirkt ausgleichend, steigert die Lebensqualität rund ums Haus und macht den Garten zu einem echten Erholungsraum. Zudem reguliert die grüne Fläche das Mikroklima, sodass Sie sich Ihr Wohn- oder Geschäftsraum im Sommer weniger aufheizt. Entsiegelte Flächen können Regenwasser besser aufnehmen und so allgemein einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten. Nutzpflanzen wie Kräuter, Obst- und Nussbäume sowie Gemüse dienen als gesunde Nahrungsquelle — aus dem eigenen Garten schmeckt alles umso besser.

Unterschiedliche Lebensräume gestalten & Artenvielfalt im Garten fördern
Vielfalt entsteht durch unterschiedliche Lebensräume. Eine Blumenwiese, eine Wildhecke, offene Bodenflächen, Kiesbereiche oder ein Gartenteich schaffen gemeinsam ein stabiles ökologisches Gleichgewicht. Jeder dieser Lebensräume erfüllt eine eigene Funktion für Pflanzen und Tiere. Gerade in kleineren Gärten lässt sich durch clevere Planung viel erreichen, wenn Strukturen kombiniert und auf den Standort abgestimmt werden.
Offene, sonnige Bereiche wechseln sich mit schattigen Zonen ab. Trockene Kiesflächen liegen neben feuchteren Bereichen, niedrige Pflanzen gehen in Sträucher und Bäume über. Diese Vielfalt schafft unterschiedliche Lebensräume, in denen viele Arten ihren Platz finden. Man sieht kleine Eidechsen auf warmen Steinen, entdeckt Wildbienen in offenen Bodenstellen und hört Vögel aus dichten Hecken. Jeder Bereich hat seine eigene Stimmung und Funktion, und gemeinsam ergeben sie ein lebendiges Ganzes.
Nachhaltige Gartengestaltung braucht gute Planung
Ein nachhaltiger Naturgarten beginnt mit einer fundierten Gartenplanung, wodurch die verschiedenen Mikro-Ökosysteme über die Zeit aufeinander abgestimmt und mit einem Mindestmass an Pflege gedeihen. Dabei spielen Böden, Lichtverhältnisse, Wasser und Nutzung eine zentrale Rolle. Für Unternehmen, aber auch für Privatpersonen, die es von Anfang an richtig beginnen möchten, ist ein erfahrener Fachbetrieb in dieser Phase eine gute Anlaufstelle. Für DIY-Gärtner haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Saisonale, heimische Pflanzen für ganzjährige Insektennahrung: Vom ersten Blühen im Frühling bis zu den letzten Blüten im Herbst bleibt der Garten lebendig. Frühblüher locken die ersten Insekten an, Sommerblumen sorgen für Fülle, und späte Pflanzen liefern Nahrung, wenn sie knapp wird.
Unser Tipp: Vor einer Neupflanzung wird der Boden mit eigenem Kompost angereichert und mit Holzschnitzeln gemulcht. Das spart Wasser und stärkt die Pflanzen nachhaltig.
- Versiegelte Flächen aufbrechen: Wenn Wasser versickern kann, lebt der Boden. Entsiegelte Flächen wirken kühler, natürlicher und schaffen Platz für neues Grün.
Unser Tipp: Alte Betonwege können entfernt und durch einen wasserdurchlässigen Kiesweg ersetzt werden, der mit Pflanzen gesäumt ist. Auch kleine Natursteine oder Bodenplatten mit ausreichend Zwischenräumen bieten Platz für natürliche wachsende Kräuter.
- Blumenwiesen und Wildsträucherhecken statt Zierrasen: Eine Blumenwiese bewegt sich im Wind, duftet im Sommer und verändert ihr Bild im Jahreslauf. Wildhecken tragen Blüten, Früchte und bieten Schutz.
Unser Tipp: Statt Exoten wie Forsythia zu pflanzen, der aus Asien stammt und hiesigen Insekten praktisch keine Nahrung bietet, eignen sich heimische Sträucher. Wenn sie ausserdem Beeren ausbilden, bieten sie auch Vögeln eine tolle Nahrungsquelle im Herbst und Winter. Beispiele: Weissdorn, Schlehe, Liguster, Wildrosen, Holunder, Roter Hartriegel.

Naturgarten Ideen: Das nächste Level
Guter Boden, unterschiedliche Zonen für diverse Ansprüche und heimische Pflanzen legen den Grundstein für die Planung Ihres Naturgartens. Aber es geht noch mehr. Ob Sie direkt alles umsetzen möchten oder sich am Entstehen Ihres Naturgartens über einen längeren Zeitraum erfreuen: Diese Gestaltungsideen machen Ihren Naturgarten noch artenreicher und tierfreundlicher.
Der Naturteich als Lebensraum
Ein Gartenteich ist ein zentrales Element im Naturgarten. Er dient als Trinkstelle, Nahrungsquelle und Lebensraum für Amphibien, Insekten und Vögel. Flache Zonen am Ufer sind besonders wichtig, damit Tiere sicher ans Wasser gelangen. Ein naturnah gestalteter Gartenteich kommt ohne Chemie aus und reguliert sich weitgehend selbst. Gerne beraten wir Sie persönlich zu diesem komplexen Thema.
Unterschlupf für Kleintiere und Insekten
Igel, Wildbienen und viele andere Tiere brauchen geschützte Rückzugsorte. Laubhaufen, Asthaufen oder Trockenmauern fungieren als gezielt platzierter Unterschlupf. Sie bieten Schutz vor Raubtieren und helfen beim Überwintern. Solche einfachen Massnahmen lassen sich in fast jedem Garten integrieren und haben grosse Wirkung für kleine Säugetiere, Vögel und Insekten.
Einfach mal abschalten: Lichtquellen minimieren für nachtaktive Tiere
Künstliches Licht stört nachtaktive Tiere erheblich. Weniger Beleuchtung im Garten schützt Insekten, Fledermäuse und andere Tiere. Wo Licht nötig ist, sollte es gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden, etwa durch eine Schaltung mit Bewegungsmelder. Dunkle Gärten sind nicht nur naturnah, sondern auch ruhiger und stimmungsvoller.

Natürliche Gartengestaltung für Unternehmen – Wir planen und unterhalten Ihren Naturgarten
Die Privatgärtner begleiten Unternehmen und Privatleute von der Planung bis zur Gartenpflege. Wir gestalten grüne Aussenräume, die Biodiversität fördern, zum Standort passen und langfristig funktionieren. Denn als Gärtner liegt uns Biodiversität besonders am Herzen. Ob Planung eines ganzen Naturgartens, anlegen einer Blumenwiese, Heckenschnitt, oder Aushub eines Gartenteichs: Wir arbeiten naturnah, nachhaltig und mit viel Erfahrung. So entstehen Gärten, die Vielfalt schaffen, Lebensräume sichern und Menschen wie Tieren gleichermassen dienen.
In diesem Ratgeber wollen wir zukünftig unser Wissen rund um Gartenbau und Innengestaltung teilen. Wenn Ihnen unsere Tipps geholfen haben oder Sie Interesse am Thema Garten und Interior Design haben, schauen Sie gerne regelmässig vorbei.
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